»Shakespeare in 20 Bildern«

Anlässlich der Aufführung von »Seins oder nicht seins – sterben muss jeder« vom Jungendtheaterensemble »Lei(n)wand« der Arlberger Kulturtage, bekam ich den Auftrag 20 Portraits von Shakespeare anzufertigen. Die Aufgabenstellung „Shakespeare in 20 Bildern“ war zunächst nicht so einfach. Shakespeare ist seit Jahrhunderten tot und kann mir daher nicht Modell sitzen. Die Abbildungen, die es von im gibt, sind leider auch nur sehr dürftig. Ich habe mich daher für die Position von einer Dreiviertelansicht entschiedenen, und diese aber variiert, in dem ich ihn einmal nach links einmal nach rechts schauen lasse.
Shakespeare muss ein sehr einfühlsamer Mensch gewesen sein, sonst hätte er sich nicht in so viele Rollen hineindenken können und soviel verschiedene Charaktere beschreiben können.
Also lag die Idee nahe, die Gemütsverfassungen der Personen der vier verwendeten Shakespeare-Stücke wiederzugeben. Es sind Bilder entstanden, in verschiedenen Farben und Formen, verschiedenen Techniken, jedoch primär am Portrait Shakespeares ausgerichtet. Es sind Stimmungsbilder, welche die ganze Palette der Seelenzustände beschreiben zwischen traurig, fröhlich, böse, lustig, grimmig, aggressiv, dämonisch und herzhaft.