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peppispiss |
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Alfred Plankensteiner, Oberländer Rundschau, 28. Feb. 2007 "12 mal 14" nennt Peppi Spiss seinen jüngsten, im Kunstraum Pettneu zu sehenden Bilderzyklus. Die Werke spiegeln eindrücklich die Seelenlandschaft eines für den Künstler prägenden Lebensabschnittes wider. (...) "12 mal 14" bezieht sich auf die Dauer der Behandlung einer Krankheit und steht für 12 mal 14 Tage, in denen die gezeigten Bilder entstanden sind. In dieser Zeit ist Spiss durch viele Höhen, vor allem aber auch Tiefen gegangen. Trotzdem stellt er diese Krankheit nicht in den Vordergrund und will auch kein Mitleid damit erregen, seine Bilder sind das, was zählt, so Spiss. Für die Künstlerin Lisa Krabichler, die die Laudatio hielt, strahlen die großteils kleinformatigen Bilder eine eigene Schönheit und Klarheit aus, die auch die Spannungen dahinter deutlich zum Ausdruck bringen, und obwohl alle Bilder chronologisch zuordenbar wären, gibt es doch keine Reihenfolge und Wertigkeit. So abwechslungsreich das Auf und Ab für Spiss war, so abwechslungsreich sind auch seine Bilder in Form und Farbe. Die Werke rufen starke Emotionen hervor und lassen jeden seine Geschichte finden. So gebe es Türen und Wege, Erde und Feuer, Klarheit und Verschwommenheit, so Krabichler. Für Spiss ist das Malen mehr denn je zum Lebensinhalt und so selbstverständlich wie das Atmen, Schlafen, Essen und Trinken geworden. Auch Gerald Kurdoglu Nitsche ist beeindruckt von den Bildern und er freut sich mit Spiss, dass der seine "Colortherapie" erhalten hat und so die Dunkelheit hinter sich lassen konnte. Markus
Hauser, Tiroler Tageszeitung, 9. Sept. 2006 Augsburger Zeitung vom 21. Juni 2003: Skizzenbuch (sysch). Aus St. Anton
in Tirol kommt Peppi Spiss (geb.1960) der damit als Künstler die
Galeriegemeinschaft ,,Zwei Fenster“ auf eine internationale
Ebene hebt. In seiner Einzelpräsentation ,,Aus einem
Skizzenbuch“ huldigt Spiss der rauhen Bergwelt gleichwohl auch
der lieblichen Hügellandschaft Toscana. Eindeutig erkennbar ist
Spiss Naturverbundenheit auf dem mit Sütterlinschrift
gekennzeichneten Aquarell auf Zeitungspapier, das er ,,Durch die
Natur entzückt“ nennt, und auf dem Skifahrer im Schuss über
Artikel gleiten. Neben dieser Talfahrt ist die Ursprungs-Skizze
,,Weißer Rausch“ in ein großformatiges Acryl-auf-Leinwand-Bild
umgesetzt worden, auf dem das tiefe Blau des Himmel über
schneebedeckten Berggipfeln stark an eine Ansichtskarte erinnert.
Hier voreilig gezogene Schlüsse sind jedoch falsch. Peppi Spiss
gehört nicht in die Schublade ,,Kitsch“. Naturgetreu sind
lediglich die Bleistiftskizzen zum Beispiel von der Saumspitze
oder vom Riffler, die Rückschlüsse auf die Sicht- und
Arbeitsweise des Malers ermöglichen, der ein und dasselbe Motiv
abstrahiert oder ihm durch in Spachtelmasse eingearbeitete
Streifen aus Wellkarton Collagencharakter gibt. Gewaltige Architektur Tiefblau, die Farbe des Himmels vom „Weißen Rausch“, findet sich als Mittelpunkt auch auf jenen Studien, die zum ,,Bild aus einem Traum“ werden. Die hier zu entdeckenden Bogenläufe finden eine Entsprechung auf ,,Forum Romanum I und II“. Die gewaltige Architektur des Kolosseums lässt sich durch vorgeordnete Skizzenblätter ahnen, und selbst die aufs äußerste reduzierten Umrisse und Farben auf den ,,Skizzen aus der Toscana“ tragen in sich das Abbild schlanker, im Wind biegender Zypressen und roter Hausdächer aus der Hügellandschaft, die Peppi Spiss immer wieder zum Malen motiviert. Kersten Thieler-Küchle, Schwabmünchen, 9. Aug. 2002hielt zur Eröffnung der Ausstellung "Veränderungen" folgende Ansprache: Veränderungen ist der Titel der Ausstellung – und Veränderungen betreffen nicht nur seine bildnerische Arbeit sondern auch die Person Peppi Spiss: er ist Maler, er ist Performance-Künstler, er macht Theater und er ist Organisator von internationalen Künstlersymposien, mit denen er dazu beiträgt, Kommunikation zwischen Künstlern verschiedener Nationen, verschiedener Kunstrichtungen und verschiedenerer Betrachtungsweisen herzustellen. Es ist, denke ich, wichtig, die facettenreiche Arbeit von Peppi Spiss zu dokumentieren, weil seine künstlerische Arbeit in all seine Betätigungen einfließt und umgekehrt auch dadurch immer wieder neue Impulse für die bildende Kunst entstehen. Stete Veränderung also auch in der Malerei: zum einen bedeutet das für Peppi Spiss, die Freiheit zu haben, permanent zu experimentieren, sich nicht auf einen Stil festlegen zu müssen, sich immer aus Neue von Themen und Materialien inspirieren zu lassen – zum anderen bedeutet es, die Materialien, die er – bewusst oder zufällig – findet, zu verändern und aus dem Kontext zu nehmen, um daraus Neues entstehen zu lassen. (...) Und es entstehen Geschichten: aus einer rostigen Eisenplatte wird die „Casa di Bernarda Alba“, aus einer Fotoserie mit seiner Tochter Katharina entsteht der Zyklus der „neuen Leiden der Katharina S.“. Peppi Spiss benutzt also bereits vorhandene Materialien, spielt mit deren Stofflichkeit und interpretiert sie auf seine eigene Weise indem er die Materialgerechtigkeit aufhebt und damit neue Zusammenhänge schafft. Seine Arbeit kann man als Prozesskunst bezeichnen (wenn man sie denn kunsthistorisch einordnen möchte), ein Prozess, der weiterentwickelt, experimentell ist und verändert und somit auch immer spannend bleiben wird, weil es für Peppi Spiss immer unendliche Möglichkeiten und einen unendlichen Fundus auf dieser Welt geben wird. Markus
Hauser, Tiroler Tageszeitung, 10. Okt. 2000 |
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