Zurück zu AKT

Kunst á la cARTe

 

 

Juli, August 2006

St. Anton am Arlberg

Ein Fest für alle Sinne

Im Jahr 2006 werden die Arlberger Kulturtage zum 15. mal veranstaltet werden.

In all diesen Jahren versuchten Künstler und Künstlerinnen die Thematik „St. Anton am Arlberg – Bergferiendorf mit internationalem Flair“ (Zitat aus dem Leitbild St. Anton am Arlberg) aus ihrer Sicht zu visualisieren und umzusetzen.

Zum Jubiläumsjahr 2006 werden die Arlberger Kulturtage ein Fest für alle Sinne werden. Dabei werden die eingeladenen Künstler nicht nur malen und bildhauern sondern auch neue kulinarische Genüsse kreieren, gemeinsam mit Fachleuten kochen und mit dem Publikum verkosten.

KUNST À LA CARTE wird als Gesamtkunstwerk konzipiert.

Geplant sind Werke zur bildenden Kunst, also Malerei, Skulptur, Photographie, Videoinstallation, Performances, Menüs.

Der Betrachter, der in diesem Fall zum Konsumenten wird, ist ein Teil des zu konsumierenden Kunstwerkes.

Die teilnehmenden Künstler setzen sich mit dem Thema Konsum und Genuss auseinander. Tagsüber wird zu diesem Thema bildnerisch gearbeitet, abends erarbeiten die Künstler eine Speisenfolge, die dann dem Besucher als Menu angeboten wird. Zu jeder Speise wird es ein Gesprächsthema geben, das auf der Speisekarte festgelegt ist. Die Künstler werden mit dem Gast am Tisch über diese Themen diskutieren, ein neuer Gang bedeutet auch ein neues Thema. Es wird also gegessen und gesprochen, was auf den Tisch kommt.

KUNST À LA CARTE bedeutet eine begrenzte Auswahl an Speisen und eine begrenzte Auswahl an Themen, über die es nachzudenken und zu reden gilt, genauso, wie uns eine Speisenfolge, aber auch eine Themenvorgabe im Alltag serviert wird. Auch Genuss wird vorgeschrieben, ohne dass es uns bewusst wird. Wir haben über Themen nachzudenken, die uns von Medien egal welcher Art vorgeschrieben werden, d.h. unser Leben wird À LA CARTE bestimmt. Die Auswahl auf der Karte bestimmen wir selbst, uns wird durch das zwar begrenzte, aber trotzdem wählbare Angebot suggeriert, frei zu entscheiden. KUNST À LA CARTE ist also ein Prozess, der auf subtile Art bewusst macht, wie beeinflussbar der Mensch, Bürger, Betrachter und Genießer ist. Es ist erlaubt, sogar erwünscht, sich eigene Gedanken zu machen, selbst zu entscheiden (in diesem Fall sehr genussvoll über die Speisekarte, eine Kunstgenusskarte). Der Rahmen allerdings wird vorgeschrieben.

Das Ergebnis wird anschließend in Form von einer Video- bzw. Buchproduktion auf den Markt gebracht werden. Eine satirische Anlehnung an die unzähligen Kochsendungen in den diversen TV-Sendern.

Teil I

Ausstellung und Erweiterung der „Kunst-Meile“

Kunst im öffentlichen Raum

In der Woche von 02. bis 08. Juli 2006 werden wieder KunstmalerInnen und BildhauerInnen in St. Anton am Arlberg zu Gast sein, und ihre Eindrücke  von „St. Anton am Arlberg – Bergferiendorf mit internationalem Flair“ in bildnerischen Form verarbeiten.

Auf einem Spazierweg, zwischen Zielstadion und Nassereinbahn wurden bereits 2005 Skulpturen oder Plastiken  aufgestellt. Diese bleiben als ständige Einrichtung im öffentlichen Raum und werden heuer um  drei weitere Exponate erweitert.

KÜNSTLER...(mehr)

Bildhauer:
Christian Moschen
(Österreich)
Odo Rumpf und Völker Scheurer
(Deutschland)

 

Die Werke von den Malern und Malerinnen wie Wolfgang Bereiter (Österreich), Angelika Egg (Österreich), Péter Kárdos (Ungarn), Lisa Krabichler (Österreich), János Sebestyén (Ungarn),) Zsóka Págyi (Ungarn), Peppi Spiss (Österreich), Kersten Thieler-Küchle (Deutschland), und Rudl Zimmermann (Deutschland), werden im Foyer des ARLBERG well.com ausgestellt.

 

Anlässlich der Eröffnung wird nach Einbruch der Dunkelheit eine Feuerskulptur von Helene Keller, Daniel Nicolaus Kocher und Reinhold Neururer vor dem Arlberg well.com niederbrennen.

 Termine:

2. – 7. Juli: Offenes Atelier im Foyer des Arlberg-well.com

3., 4. und 5. Juli,  19 Uhr: 
Verkostung der von den Künstler kreierten Menüs im Museum 

Tischreservierung: Tel 05446 2475

 8. Juli 2006, 19 Uhr: Vernissage im Foyer des Arlberg-well.com und in der Kunst-Meile

 Eröffnung: LR Dr. Erwin Koler

Musikalische Umrahmung:
Ana und Peter Schranz

Ausstellung: 9. bis 14. Juli 2006
von 18 bis 20 Uhr

14. Juli 2006, 19 Uhr: Finissage und Videopräsentation

 

Teil II

Querschläger LIVE

 

Grenzgänge zwischen Konzert & Kabarett

Die seit 1990 existierende Lungauer Musikgruppe querschläger hat sich in den letzten Jahren unbestritten vom Geheimtipp  zur Kultband entwickelt. Mit ihrem Konzept, sowohl musikalische und sprachliche, als auch inhaltliche Gegensätze aufeinanderprallen zu lassen, die dabei entstehenden Trümmer neu zusammenzusetzen und zu interpretieren und daraus etwas Eigenständiges mit starker regionaler Erdung und starkem emotionalen Potential zu entwickeln, haben sie sich einen Nischenplatz zwischen den gängigen Etiketten und Schubladen der populären Einweg-Musik und den Niederungen der Wuchtlreißer- und Schenkelklopfer-Comedy erkämpft.

Alte Sagenfiguren aus dem Lungau finden sich da zum Beispiel in bluesigen Balladen wieder, landläufige alpine Idylle werden auf Kollisionskurs mit der  Realität geschickt, die Geschichten und Handlungsstränge altbekannter Volkslieder werden mit dem Personal des gegenwärtigen Alltagslebens besetzt, typische Situationen, Denkmuster und Inhalte werden sowohl in ihrem regionalen als auch in ihrem globalen Kontext hinterfragt, offengelegt, und als gängige Klischees entlarvt.

Da kann es schon passieren, dass sich "eines Sonntags frühmorgens" nicht der Jaga und der Wildschütz, sondern der Förster und der Mountain-Biker im grünen Forst als Duellanten gegenüberstehen, dass Schwammerlsuchen als "Mushrooming" zur neuen Trendsportart erhoben wird, dass der Zaubara-Jåggl an den Crossroads von Robert Johnson seinen existentiellen Pakt mit dem Bluesteufel schließt, dass sich der "Turl Hofa va da Buttaseitn" mit den Kundengeldern seines Investment-Büros in die  Karibik absetzt, dass in der kleinen Landgaststube  uniformierte Schützen und nicht weniger uniformierte Love-Parade-Heimkehrer aufeinander treffen und mit der essenziellen Frage konfrontiert werden, wer nun wirklich das schrillere Outfit vorzuweisen hat.

Durch die querschläger-typische Aufbereitung der Programme mit Zwischentexten und überleitenden Geschichten werden die Grenzen zwischen den einzelnen Polen verwischt, auch die Grenzen zwischen Konzert und Kabarett. Der schmale Grat zwischen komisch und ernst, zwischen Idylle und Abgrund, wird manchmal offensichtlich, manchmal nur zwischen den Zeilen sichtbar, manchmal verschwindet er gänzlich

Und dass in einem querschläger-Programm musikalisch unter Einsatz von weit über 20 Instrumenten vom Gstanzl über Jodler, Folk, Rock, Reggae, Ethno und Gehtno bis hin zu Blues und Funk alles gnadenlos auf Klischees abgeklopft und verarbeitet wird, ist ohnehin schon alte Querschläger-Tradition.  

Text entnommen von: www.querschlaeger.at

12. August, 20 Uhr:  Arlbergsaal

Kartenvorverkauf: Raiffeisenbank St. Anton am Arlberg
Tel.: 05446/23210
oder
mailto: arlberger.kulturtage@st-anton.at

 

"Liebe zum Detail"

l

Ausstellung unserer Hobbymaler: Hermann Fritz, Irmgard Guem, Luise Heiss, Walter Innwinkl, Hanna Insam, Roman Kuprian, Tom Möllers, Sigrid Murr, Hermann Mussak, Ingrid Nothdurfter, Christiane Schwemberger, Maria Steixner, Kurt Strauss, Eva Wasle, Marlene Westreicher, Roswitha Wiedemann

19. August, 20 Uhr:  im Vallugasaal

Ausstellung bis 27. August
täglich von 18 bis 20 Uhr

(Änderungen vorbehalten)

Peppi Spiss
(Präsident)